Wolkenschlösser bauen

Unsere Kinder wachsen heran und entwickeln sich von Jahr zu Jahr zu kleinen Großen. So verändert sich im Laufe der Zeit auch die Gestaltung der eigenen Räume. In seinen vier Wänden kann sich das Kind kreativ austoben, spielen, schlafen und träumen. Kämpft mit seinen Freunden gegen unsichtbare Drachen und erobert Wolkenschlösser im Land der Träume.

 

Die Farbauswahl des Kinderzimmers für verschiedene Altersstufen ist sehr unterschiedlich.

Babys und Kleinkinder erkennen noch keine richtigen Farben. Das Auge kann aber über Kontraste stimuliert werden. Vom Bett aus können verschiedene Formen an Decke und Wänden wahrgenommen werden. Bei Kindern bis 3 Jahren sind zarte Töne vom Vorteil, denn sie wirken sehr beruhigend.

 

Man sollte Kinder (ab 3 Jahren) an die verschiedenen Farben heranführen. Mit einer Farbpalette kristallisiert sich schnell die Lieblingsfarbe ihres Kindes heraus. Danach können Sie mit den Kindern 2 oder 3 aufeinander abgestimmte Töne auswählen und schon kann die Neugestaltung im Kinderzimmer beginnen.

Mädchen neigen eher zu „weiblichen“ Farben (Rosa oder Violett), während Jungs für gewöhnlich zu traditionellen Blautönen tendieren. In der Farbtherapie haben introvertierte Kinder eine Vorliebe für warme Töne (Braun, Gelb, Orange), da diese eine beruhigende Wirkung auf das Gemüt haben. Zu extrovertierten Kindern passen eher kühlere Töne (Blau, Grün, Weiß).

In jedem Fall sollte man lieber dezente Farbakzente setzen, um das mit Spielzeug und Textilien ausgestattete Zimmer nicht zu überladen.

 

Natürlich spielt die Zweckmäßigkeit der Möbel eine Rolle. Viele Möbel passen sich den Wachstumsphasen des Kindes an (verstellbare Schreibtische oder Betten mit unterschiedlichen Schlaflängen). Kleine Kommoden und niedrige Kleiderschränke dienen als Aufbewahrungsort für die tägliche Kleidung. Aufbewahrungsnetze, Kisten, Rollcontainer und Regalsysteme bieten viel Stauraum und stellen eine gewisse „Kinderzimmergrundordnung“ her.

 

Dicke Spielteppiche und Sitzkissen laden gerade im Winter zum Spielen auf dem Boden ein.

Viele Dekorationsgegenstände und Textilien können gleichzeitig als Spielsachen genutzt werden, z.B. große Wandtafeln für Schule spielen und malen, Kissen und Decken zum Butzen bauen, usw. Für manuell veranlagte Kinder bietet sich ein großer Tisch mit Schubladen zum Aufbewahren von Buntpapier, Stiften und Pinseln an. Dann können die lieben Kleinen nach Herzenslust basteln, kneten und malen.

 

Für den Fall, dass mehrere Kinder in einem Zimmer schlafen, gelten hier ein paar einfache Regeln.

Das Territorium jedes Kindes kann durch unterschiedliche Farben, Stoffe oder Vorhänge gekennzeichnet werden, um persönliche Bereiche zu schaffen. Ein Zwischengeschoss bauen, ein Paravent oder Raumteiler aufstellen, schafft eine gewisse Privatsphäre. Etagenbetten für Kinder ab 5-6 Jahren schaffen mehr Raum und lassen sich mit Decken zu tollen Höhlen und Hütten umbauen.  Man kann auch die Einzelbetten auf jeweils ein Podest mit großen Schubladen stellen. Dies schafft zusätzlichen Stauraum und dient als Raumabgrenzung. Wenn es der Platz erlaubt, sollte in der Mitte des Zimmers ein zusätzlicher Bereich eingerichtet werden, wo die Kinder gemeinsam spielen können.

 

Irgendwann sind aus den verspielten Kindern, coole Jugendliche geworden, die einen eigenen Rückzugsort vor der Elternwelt haben wollen. Meist hängt dann ein Schild mit der Aufschrift „Bitte klopfen“ oder „Kein Zutritt für Erwachsene“ an der Tür. Die Pubertät ist da. Hurra!!!

 

Bei der Neugestaltung des Zimmers sollten Sie gemeinsam mit ihrem Kind eine für beide Seiten geeignete Farbe aussuchen. Bitte geben Sie auch nicht allen Wünschen des Kindes nach. Am besten legt man eine Fläche fest und bespannt diese Wand mit einer großen Leinwand. Nun kann es sich nach Herzenslust mit Postern und Graffiti ausleben und nach ein paar Jahren nimmt man die Leinwand ab und der Spuk ist vorbei.

 

Bei weiteren Fragen zum Thema Kinderzimmer stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

 

Ihr Schwimka Team

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