Skandinavischer Wohnstil – Freude und Raum

 

Viele Menschen kennen die hellen, freundlichen Räumlichkeiten vom letzten Dänemark Urlaub oder einer IKEA Reklame.

Pastelltöne und klare, ausdrucksstarke Farben spielen bei der Gestaltung der Zimmer eine große Rolle. Die Skandinavier zeigen eine große Verbundenheit zur Umwelt. Motive aus der Natur und graphische Muster finden sich oft auf Tapeten, Textilien, Geschirr und Einrichtungsgegenständen wieder.

 

Die geografische Lage dieser Länder liefert schon eine Erklärung für die Besonderheit dieses Einrichtungsstils. Es ist oft dunkel und kalt. Ganz im Norden Skandinaviens sind es neun eisige Wintermonate und in den drei Sommermonaten geht die Sonne nie unter. Da versucht man natürlich mit besonderen Farben und Einrichtungsgegenständen eine schöne und gemütliche Wohnatmosphäre in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Der Lebensmittelpunkt der Familie in Skandinavien findet im trauten Heim statt. 

Als nachwachsender Rohstoff bietet sich das Holz aus den zahllosen Wäldern Skandinaviens bestens an. Fichte, Kiefer oder Birke bilden als helle Hölzer die Grundlage im Möbelbau und bei vielen täglichen Gebrauchsgegenständen.

Materialien wie Glas, Porzellan, Keramik, Baumwolle, Leder oder Leinen werden aufwändig verarbeitet und wirkungsvoll in das gesamte Wohnkonzept eingefügt. Die organische Formgebung in ihrer reduzierten, eleganten und klaren Schlichtheit, bildet die Basis bei vielen Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen.

 

In Skandinavien geht es aber nicht um das Präsentieren und Sammeln von Statussymbolen, sondern um die Freude an schönen Wohngegenständen, die auch ihren praktischen Zweck erfüllen sollen. So konnte man aus den vorhandenen Naturmaterialien in alter Handwerkskunst schöne, praktische und erschwingliche Möbel und Haushaltsgegenstände für die Allgemeinheit herstellen.

 

Die skandinavischen Länder wurden relativ spät industrialisiert. Handwerkliche Traditionen im Umgang mit natürlichen Materialien hatten mehr Raum zur Entwicklung als anderswo. Diese alte Handwerkskunst trifft nun auf moderne Herstellungsverfahren und ergießt sich mit der industriellen Massenproduktion im schlichten skandinavischen Design.

Im Jahre 1954-57 gab es in den USA und Kanada eine große Wanderausstellung „Design in Scandinavia“. Mit dieser Ausstellung wurde das skandinavische Design einem breiteren Publikum bekannt und es begann ein Triumphzug, der bis heute anhält.

 

Ihr Schwimka-Team

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